Dienstag, 24. Januar 2017

Phantastische Ausstellung mit Weltniveau

 

Museum Barberini ein Meilenstein in der Entwicklung der Potsdamer Mitte

Wer kontrolliert die Einhaltung des Leitbautenkonzeptes ?!


Die Stadt Potsdam hat für die SVV-Versammlung am 7.12.2016 den Beschlussantrag Potsdamer Mitte, Anpassung der DS 16/SVV/0269 zur Konkretisierung des Leitbautenkonzepts für die Blöcke III und IV mit wesentlichen Änderungsvorschlägen der Verfahrensgrundsätze gestellt.

Nachdem aus rund 30 historischen Parzellen auf dem Areal der FH in einer ersten Überarbeitung 2015 schon 18 Baufelder geworden waren droht nun die Gefahr, durch weitere Zusammenlegung von Baufeldern und die Möglichkeit bis zu drei Baufelder zugleich zu erwerben, das Konzept einer kleinteiligen, parzellierten und nutzungsgemischten Innenstadt nicht mehr eingehalten zu werden. Das Ziel eine maximale Anzahl von Geschoßwohnungen zu errichten kann dazu führen, dass die Einzelparzellen entweder immer weniger architektonisch ablesbar werden oder – wie zurecht bei Wiederaufbauprojekten andernorts kritisiert – die Einzelfassaden neuen Großwohnanlagen nur vorgeblendet werden. Das ursprüngliche Ziel der Potsdamer Mitte, wie es die SVV mit dem Leitbautenkonzept beschlossen hat, ginge damit verloren.

 Zudem können die im Leitbautenkonzept festgeschriebenen historischen Zitate über die Leitfassaden hinaus nurmehr „zeitgenössisch interpretiert“ werden. Wie das aussieht, können wir beim Ensiedler als Sparkasse oder der Alten Post als Volksbank sehen – Bezüge zu den Originalen sind kaum noch erkennbar. Die Leitfassaden leiten nichts mehr an, sondern verkommen zu Einzelstücken, Kuriositäten in einer Menge zeitgenössicher Architektur. Mit dem ursprünglichen Leitbautenkonzept würde dies nichts mehr zu tun haben, auch weil es mit dem Museum Barberini nur noch einen Leitbau gibt. An den Zielen des Leitbautenkonzeptes muss sich aber jeder Bieter halten!

Die neue veränderte Beschlussvorlage versucht der politische Gemengelage, die in unserer Stadt herrscht, gerecht zu werden. Auch wir begrüßen das Bestreben um Wohnungen, die sich auch ein Normalbürger leisten kann. Nun sind Veränderungen getroffen worden, die unterm Strich das Gleiche erreichen sollen wie vordem, die aber gleichwohl viel bewirken können. Zum Guten wie zum Schlechten.

Die Frage ist, wie kann man solch ein Verfahren kontrollieren?

Die gute Absicht ist klar: Beibehaltung der Kleinteiligkeit! Die Grundstückspässe werden nur für die Bautiefe verändert, um mehr Wohnraum zu schaffen. Verdichtung in den Innenhöfen, angestrebte straßenseitige Vielfalt durch unterschiedliche Architektenbüros. Es wird aber jetzt, und das ist neu, in größerer Grundstücksmenge an einen Investor vergeben. Ansonsten will man das Leitbautenkonzept – Zitat – zwingend einhalten ohne Einschränkungen!!!Wir hoffen das sehr und zählen darauf!

Nun wissen wir aber, wie weit Vorgaben in letzter Zeit durchgesetzt worden sind. Wir sind nicht blauäugig. Auch die Genossenschaften müssen wirtschaftlich arbeiten und sind natürlich bestrebt kostengünstig zu bauen, was zu kostenminimierenden Maßnahmen führt. Kleinteiligkeit ist teurer, als in größeren Einheiten zu bauen.

Daher weisen wir noch einmal daraufhin, dass das Verfahren mit den Leitlinien aus dem Leitbautenkonzept und den Gebäudepässen keine rechtsverbindlichen Vorgaben für die zukünftigen Bauherren sind, wie das bei einer von Mitteschön geforderten Gestaltungssatzung für die Potsdamer Innenstadt der Fall sein würde.

Es hängt jetzt von vielen einzelnen Faktoren ab, ob dieses Leitbautenkonzept gelingt.

Wir fordern, dass die weitere Innenstadtentwicklung mit größtmöglicher Transparenz geführt wird und erwarten, dass die Potsdamer Wohnbaugenossenschaften sich ihrer Verantwortung für eine qualitätsvolle und vielfältige Architektur beim Wiederaufbau der Potsdamer Mitte bewusst sind. Bei allen Bemühungen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, müssen die gestalterischen Vorgaben des Leitbautenkonzeptes und die Kleinteiligkeit eingehalten werden.

Donnerstag, 7. April 2016

Bürgerbegehren: Rückwärtsgewand zur Verhinderung einer lebhaften urbanen Stadtentwicklung

Mit Respekt und großer Genugtuung haben die im Bündnis für den Wiederaufbau der Potsdamer Mitte zusammengeschlossenen Vereine und Bürgerinitiativen auf ihrer gemeinsamen Sitzung am Dienstag zur Kenntnis genommen, dass OB Jann Jakobs in seiner am 03.04.2016 erschienenen Kolumne eindeutig gegen das von der Initiative „Potsdam neu denken“ geplante Bürgerbegehren Stellung bezogen hat.

OB Jakobs macht darin deutlich, dass er nicht prinzipiell gegen Bürgerbegehren ist, sondern es nur strikt ablehnt, dass im gesamten Innenstadt-Areal zwischen Platz der Einheit und dem Alten Markt keine moderne Stadtentwicklung mehr möglich sein soll. Drohender Stillstand wäre die Folge und ist die eigentliche Absicht des Bürgerbegehrens. Hier wird nicht „neu“ gedacht, sondern rückwärtsgewandt.

Jeder Potsdamer kann schon heute die Früchte der kontinuierlichen Stadtentwicklung am Alten Markt erkennen. Da entwickelt sich sichtbar ein lebhaftes, urbanes Stadtzentrum. Hier wird in der Zukunft nicht nur barock, sondern auch modern gebaut werden, mit einer Nutzungsmischung aus Wohnungen,  Gewebetreibenden, Cafés und Bars sowie öffentliche Plätzen samt Kunst und Kultur. Der bisherige Wiederaufbau der Mitte mit Stadtschloss, Haveluferbebauung, mit Uferweg und Alter Markt mit Museum Barberini zeigen eindrucksvoll, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Endlich wieder eine Mitte für uns Potsdamer und attraktiv für die Besucher der Stadt.

Der OB Jakobs bittet daher alle Bürger, sich vor einer Unterschrift unter das Bürgerbegehren über die möglichen Folgen Gedanken zu machen und bietet Hilfe bei der Entscheidung durch die Verwaltung und durch Veranstaltungen an. Auch das Bündnis für den Wiederaufbau der Potsdamer Mitte wird eigene Veranstaltungen anbieten.

Das Bündnis für den Wiederaufbau der Potsdamer Mitte bedankt sich ausdrücklich bei OB Jacobs für die klaren Worte und wird ihn in jeglicher Beziehung unterstützen.

Montag, 4. April 2016

Garnisonkirche - Tag der Entscheidung


Liebe Mitstreiter und Freunde der Garnisonkirche,

uns steht ein wichtiger Tag ins Haus, ein Tag, der entscheidend sein wird, ob die Wiedererrichtung unserer heiß ersehnten Kirche gelingen wird.

Am 9.4. 2016 um 19 Uhr wird  verkündet, ob das Geld von der Kirchensynode bewilligt worden ist oder nicht.

Wir warten auf einen positiven Entscheid am Sonnabend, den 9.4.2016  um 19 Uhr vor der Kapelle der Garnisonkirche.

Zuvor um 18 Uhr findet ein Gottesdienst mit Pfarrerin Frau Cornelia Radeke -  Engst statt.
Bitte bringt ein Getränk eures Vertrauens, Kerzen und viel Hoffnung in die Zukunft mit. Lasst uns an diesem Tag zusammenstehen, wie auch immer das Ergebnis ausfallen wird.
Ist es positiv, werden die Glocken läuten und ein Freudenfest starten.

Unterstützer der Garnisonkirche